Die richtige Reinigung von Arbeitsschutzkleidung.

 


Das Tragen von Arbeitsschutzkleidung ist in vielen Berufen Pflicht und kann vom Arbeitgeber verlangt werden. Dies hat zum einen natürlich versicherungstechnische Gründe seitens des Arbeitgebers, aber auch sicherheitsrelevante Aspekte für den Arbeitnehmer. Entsprechend diesem Grund sind für jede Branche mittlerweile eigene Vorschriften und Regelungen bezüglich der Arbeitsschutzkleidung festgelegt worden. Je nach möglichen Gefahren und Arbeitsbedingungen, sind die Arbeitsschutzkleidungen entsprechend ausgerichtet.

 

 

Wer die Arbeitsschutzkleidung täglich tragen muss, der muss sich meist selbst um die korrekte Arbeitsschutzkleidung Reinigung bemühen. Diese wird in vielen Fällen jedoch vom Arbeitgeber bezahlt oder gar selbst durchgeführt. Je nach Betrieb und Betriebsgröße gibt es dafür sogar eigene Aufgabengebiete, wobei sich bestimmte Mitarbeiter um die korrekte Reinigung der Arbeitsschutzkleidung kümmern müssen. Doch wie reinigt man seine Arbeitsschutzkleidung korrekt, ohne dass die schützenden Eigenschaften dieser verloren gehen?

 

Wartung und Pflege von Arbeitsschutzkleidung.

 

Die Reinigung von Arbeitsschutzkleidung unterliegt ebenfalls Vorschriften und Angaben, an die sich Arbeitnehmer zwingend halten sollten. Immerhin geht es mehr oder wenig um die eigene Sicherheit, welche nur durch vollständig intakte Sicherheitskleidung gegeben ist. Allerdings sind die Arbeitsschutzkleidungsstücke unterschiedlicher Beschaffenheit und mit verschiedenen Materialien verarbeitet, sodass auch die Reinigungshinweise nicht immer gleich sind.

 

 

Wer beispielsweise spezielle Schnittschutzkleidung trägt, der darf diese nicht willkürlich in die Waschmaschine legen und mit einem Trockner durchtrocknen. Schnittschutzkleidung und Arbeitsschutzkleidung sind meist speziellen Verschmutzungsgraden ausgesetzt. Zum einen kommen oft äußere Witterungseinflüsse belastend vor, andererseits arbeiten viele mit beispielsweise chemischen Werkstoffen, Öl oder mit Motor- und Kettensägen. Auch Harze von Bäumen beispielsweise sind immer wieder ein Ärgernis auf Arbeitsschutzkleidung.

 

Ran an die Flecken.

 

Müssen Arbeitnehmer ihre Kleidung selbst reinigen, so darf meist die Hausfrau an die Flecken ran. Harze und Öle können bei einem Waschgang nicht einfach so gelöst werden, sodass richtige Hausfrauentricks ran müssen. Wichtig ist es also, dass die Arbeitsschutzkleidung nicht nur gereinigt wird, sondern auch gewartet und gepflegt werden muss. Auch eine Oberfräse muss gewartet werden, damit sie über die Jahre nichts an Leistungsstärke einbüßt.

 

Man sollte regelmäßig seine Kleidung auf ihre Funktion hin überprüfen und gegebenenfalls austauschen. Auch dazu gibt es vom Arbeitgeber spezielle Vorschriften. Je nach Branche müssen Arbeitsschutzkleidungen nach einigen Jahren sogar entsorgt und ausgewechselt werden. Vor allem Schnittschutzkleidung, die für die Arbeit mit Kettensägen oder schneidenden Maschinen konzipiert wurde, ist von dieser Regelung betroffen.

 

Passiert beispielsweise ein Unfall mit der getragenen Kleidung, so darf diese aufgrund möglicher Beschädigungen nicht weiter getragen werden. Dies macht auch Sinn, denn gelöste Nähte oder aufgeraute Flächen im Inneren der oft mehrschichtigen Kleidung, können nicht immer gleich erkannt werden und später die schützende Funktion außer Kraft setzen. Wichtig: Bei der Arbeit mit Maschinen wie Kappsägen sollte Schutzkleidung getragen werden.

 

Was bei der Pflege und Reinigung von Arbeitsschutzkleidung beachtet werden muss:

 

Wichtig ist es zu wissen, dass Arbeitsschutzkleidung nicht für die Ewigkeit gedacht ist, sondern generell alle Jahre ausgewechselt werden muss. Auch die Hersteller von Arbeitsschutzkleidungen entwickeln mit den Jahren immer bessere Techniken und Verarbeitungsvarianten, um die Kleidung noch sicherer zu machen. Auch aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich auf Neues einzulassen. Auch wenn es oft ein bisschen dauert, ehe man die starre Schnittschutzhose eingetragen hat. Warum ist ein regelmäßiger Wechsel sinnvoll?

 

 

Speziell Arbeitsschutzkleidung besteht aus bestimmten, zusammengestellten Stoffen und Verwebungen. Diese werden bei jedem Waschgang immer ein wenig beschädigt und verlieren damit nach und nach an Funktion. Grundsätzlich sollte man daher Schnittschutzkleidung oder Arbeitsschutzkleidung gar nicht erst in die Waschmaschine geben. Es reicht wenn diese regelmäßig gepflegt wird. Wer seine Arbeitsschutzkleidung täglich trägt und einer anstrengenden Tätigkeit nachgeht, der wird aber um einen Waschgang nicht herum kommen.

 

Arbeitsschutzkleidung reinigen richtig gemacht.

 

In erster Linie sind die Wasch- und Pflegehinweise auf der Innenseite der Arbeitsschutzkleidung zu beachten. Die meisten Hersteller sind dazu verpflichtet, genaue Angaben zu Waschtemperatur, Trocknerempfehlungen oder Bügelhinweisen zu geben. Die Temperaturen beim Waschgang variieren meist zwischen 30 und 60 Grad, wobei die meisten nicht wärmer als 30 Grad gewaschen werden sollten. Verzichte während dem Waschgang außerdem auf den Schleudergang und auch der Trockner sollte nicht für das Trocknen von Arbeitsschutzkleidung genutzt werden.

 

 

Besser ist es daher, die Kleidung an der freien Luft zu trocknen. Dies schont die innere Struktur der Arbeitsschutzkleidung. Weichspüler ist im Übrigen auch verboten, denn die Funktion des Weichspülers widerspricht dem der Arbeitsschutzkleidung. Ist die Schutzkleidung trocken, so darf diese natürlich auch nicht gebügelt werden, denn auch das kann die Strukturen im Inneren der Kleidung verändern oder schädigen. Sollen herausnehmbare Einlagen oder zusätzliche Polsterungen in den Arbeitsschutzkleidungen stecken, so sind diese vor dem Waschen herauszunehmen.

 

Tipps für die Reinigung von Arbeitsschutzkleidung.

 

Arbeitsschutzkleidung reinigen ist nicht immer einfach und man kann die teure Kleidung auch schnell zerstören. Wichtig ist also nicht nur das Lesen der Reinigungshinweise, sondern auch die anschließend Pflege. Lederne Elemente sind beispielsweise nicht selten und können mit Lederfett gepflegt werden. Sie sollten auf keinen Fall gewaschen werden. Auch Kokosöl eignet sich zur Pflege vieler Materialien und halten diese geschmeidig und fest. Tipp: Für die Verwendung von Schitzwerkzeugen benötigt man nicht viel Schutzkleidung.

 

Wer mit giftigen Substanzen arbeitet oder mit Viren und Keimen zu tun hat, der sollte seine Arbeitsschutzkleidung nicht in den eigenen vier Wänden waschen. Dies ist beispielsweise in Krankenhäusern oder Kliniken der Fall, wobei es hier oft hauseigene Waschräume gibt, in denen Angestellte die Kleidung nach Vorschrift waschen. Im Gegensatz zu Schnittschutzkleidung muss diese nämlich so heiß gewaschen werden, dass Bakterien oder Viren abgetötet werden. Wer sich die korrekte Reinigung von Arbeitsschutzkleidung nicht alleine zutraut, der kann seine Kleidungsstücke auch in die Reinigung geben.

 

Die Mitarbeiter einer professionellen Reinigung kennen sich meist mit den Stoffen und Aufmachungen von Arbeitsschutzkleidung aus und wissen um die korrekte Handhabung solcher Kleidung. Wer seine Arbeitsschutzkleidung täglich braucht, der sollte sich mehrere Kleidungsstücke zulegen und seine Kleidung täglich wechseln. Zu empfehlen sind mindestens zwei Paar Schuhe und 2-3 Hosen, Oberteile oder Westen. So hast du auch ausreichend Zeit, um die Kleidung vorschriftsgemäß an der Luft trocknen zu lassen oder sie in die Reinigung zu geben.

 

Fazit zur Arbeitsschutzkleidungsreinigung.

 

Die Reinigung von Arbeitsschutzkleidung sollte stets nach Vorschrift passieren, da ansonsten die Schutzfunktionen außer Kraft gesetzt werden können. Dabei können die Angaben und Reinigungshinweise an der Kleidung helfen. Wer sich die korrekte Reinigung nicht zutraut, der kann seine Kleidung in spezielle Reinigungsunternehmen geben.

 

 

Wichtig ist allerdings auch die Pflege und Wartung der Kleidung, wobei nach einigen Jahren, oder bei eintreten eines gewissen Zustandes der Kleidung, ein Austausch ansteht. Da Arbeitsschutzkleidung deiner Sicherheit dienen soll, sollte an dieser Stelle auch nicht gespart werden.


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